Wirtschaft : Rückenwind für Berliner Papiere

VANESSA LIERTZ

Berliner Freiverkehr heben ab / Progeo legen rund 13 Prozent zu / Beta Systems verlierenVON VANESSA LIERTZ BERLIN.Nicht nur Dow Jones und Dax haben in der vergangenen Woche Rekorde gebrochen.Auch auf dem Berliner Parkett setzten einige heimische Titel zum Höhenflug an.Allen voran die Aktie der Berliner Freiverkehr (Aktien) AG.Sie übertraf den Höchstwert der vorangegangenen Woche um rund 70 Prozent und landete bei 1705 DM.Der zuversichtliche Vorstandschef Holger Timm - er erwartet im laufenden Jahr einen Ertragszuwachs von bis zu 100 Prozent - sowie die angekündigte neue Organisationsstruktur der Berliner Freiverkehr als Holding dürften die Aktionäre beeindruckt haben. Auch die gedämpft optimistische Zukunftsprognose eines "hohen einstelligen Zuwachses" für 1998 durch Schering-Finanzvorstand Klaus Pohle, spiegelt sich an der Börse wider: Aktionäre reagierten zurückhaltend, der Kurs der Schering-Aktie stieg nur um 0,8 Prozent.Gefragt waren Bewag-Papiere.Ihr Wert stieg auf 79 DM.Ein Grund ist sicherlich, daß der Energieversorger nun zusammen mit Gaz de France Mehrheitsaktionär bei der Gasag ist.Herlitz-Stämme standen solide da.Ihr Wert auf dem Parkett änderte sich kaum.Analysten lobten den Verkauf der McPaper-Kette an die Post AG.Einige Börsianer dürften ebenfalls begrüßen, daß sich der Baudienstleister MVS von seiner verlustbringenden Containersparte trennen will.Im Schnitt war die Aktie indes kaum gefragt.Die schlechte Lage in der Bauregion Berlin-Brandenburg dürfte ihrem Kurs den Schwung nehmen. Eine erfolgreiche Woche hat hingegen Progeo auf dem Parkett hinter sich.Der Aktienkurs des Unternehmens, das sich mit Abdichtungen an Bauwerken beschäftigt, stieg um rund 13 Prozent auf 34,10 DM.Sero profitierten nach wie vor von den guten Zahlen, die sie vor einiger Zeit bekannt gegeben hatten: Das Papier des Recyclingunternehmens stieg um fast 18 Prozent. Auch die Stämme der Berliner Elektro legten zu.Das Papier gewann 5,6 Prozent.Die Kunde, daß das Unternehmen nun eine seiner Tochtergesellschaften an die Börse bringen will, wurde honoriert: Der Wert des Papiers stieg leicht um knapp 2,5 Prozent.Sicherlich heißen es viele Börsianer gut, daß dieser weitere Schritt des Konzerns auf das Parkett für eine größere Transparenz der Zahlen sorgen dürfte.Immer noch kritisieren Analysten, daß sie viele Erträge nicht kennen. Nicht gut erging es Beta Systems.Der Kurs des Papiers, das auch von internationalen Analysten kritisch beäugt wird, rutschte in der vergangenen Woche um rund 7,5 Prozent.

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