Wirtschaft : Rückgang im Wohnungsbau befürchtet

FRANKFURT (MAIN) (AP).Die geplante Steuerreform wird nach Einschätzung des Bundesverbands der Freien Wohnungsunternehmen zu einem Einbruch im Wohnungsbau und massiven Arbeitsplatzverlusten am Bau führen.Mit der vorgesehenen Streichung der degressiven Abschreibung würden jährlich 150 000 Wohnungen weniger gebaut, womit rund 380 000 Arbeitsplätze und dem Staat Einnahmen in Höhe von etwa 15 Mrd.DM verlorengingen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Günter Haber.Der Mietwohnungsbau würde praktisch zusammenbrechen, weil hinreichende Investitionsanreize fehlten. Haber erklärte, die Absicht des Finanzministers, die Abschreibung für den Mietwohnungsbau ersatzlos zu streichen und die Spekulationsfrist für Immobilien von zwei auf zehn Jahre zu verlängern, würde zu einen Rückzug privater Investoren führen.Auch der soziale Wohnungsbau wäre betroffen, betonte Haber."Damit ist aber das Ziel der Steuerreform konterkariert." Die Folgen wären Ausfälle an Steuereinnahmen von rund 11,25 Mrd.DM und Sozialabgaben von etwa 3,75 Mrd.DM statt der von Bonn erwarteten 2 Mrd.Mehreinnahmen.

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