Wirtschaft : Rücktritt mit Gewinn

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SCHREMPPS RÜCKTRITT

Am 28. Juli 2005 überraschte Daimler-Chrysler mit der Nachricht, Vorstandschef Jürgen Schrempp werde das Unternehmen zum Jahresende verlassen. An der Börse brach wenige Minuten nach der Pflichtmitteilung Jubel aus. Die Daimler-Aktie schoss um zehn Prozent nach oben und erreichte mit 40 Euro den höchsten Stand seit knapp drei Jahren. Etliche Daimler-Führungskräfte lösten ihre Aktienoptionen ein und machten Kasse.

ACKERMANNS RÜCKZUG

Die Deutsche Bank, bis zum 28. Juli mit 10,4 Prozent Großaktionär von Daimler-Chrysler, nutzte den Kurssprung, um sich von der Beteiligung weitgehend zu trennen. Bank-Chef Josef Ackermann hielt sich an die Regeln: Die Bank verkaufte erst nach der Bekanntgabe von Schrempps Rücktritt 35 Millionen Daimler-Aktien im Wert von 1,4 Milliarden Euro (Nettogewinn: 37 Millionen Euro). Ein weiteres Paket stieß sie später ab. Der Staatsanwalt will nun wissen, ob Daimler-Chrysler-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper Ackermann schon vor der Ad-hoc-Mitteilung informierte. mot

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