Wirtschaft : Rücktrittsrecht: Die Vorwürfe

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Der Göttinger Rechtsanwalt Rainer Füllmich sieht das Urteil des Bundesgerichtshof als wichtigen Erfolg, er spricht von "Sieg auf der ganzen Linie". Füllmich vertritt nach eigener Aussage etwa 4500 betroffene Darlehensnehmer, darunter auch eine Reihe von US-Bürgern, die nun nach amerikanischem Recht gegen die US-Tochter der Hypo-Vereinsbank klagen wollen. Der Anwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen das Kreditinstitut und sagt, er habe Unterlagen, die seine Behauptungen belegten. Das Ganze sei in der Bank unter dem Titel "Projekt 91" gelaufen. Im einzelnen habe die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank als eine der Vorgängerinnen der Hypo-Vereinsbank massiv in den Markt mit Vermögenslosen und Geringverdienern gedrängt. Die Hypobank habe eine "Plattform" für ihre Darlehen gebraucht, und deshalb eine Reihe von Bauträgern massiv gedrängt, Wohnsiedlungen zu errichten. Dies sei nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch in den alten Bundesländern geschehen. Die Wohnungen seien dann mit der Hilfe von Strukturvertrieben vertrieben worden. "Die Bank hat die Darlehen an die Immobilien rangeklebt", sagt Füllmich und weiter, "die Bank hat die Mitarbeiter der Strukturvertriebe ausgebildet, geschult und bezahlt. Mit seinen Unterlagen könne er zweifelsfrei beweisen, dass es sich bei der Darlehensvergabe und dem Immobilienverkauf um "verbundene Geschäfte" gehandelt habe.

Eine Stellungnahme der Hypo-Vereinsbank war bis Redaktionsschluss nicht zu erhalten.

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