Wirtschaft : Rüdiger Grube

Fotos: AFP (3), dpa (2), p-a (3), Imago (3), Reuters
Fotos: AFP (3), dpa (2), p-a (3), Imago (3), ReutersFoto: REUTERS

Eigentlich kann Rüdiger Grube fest einplanen, dass seine Deutsche Bahn auch im kommenden Jahr schlagzeilenträchtige Aufreger liefern wird. Schließlich hat sie das seit seinem Antritt als Bahn-Chef 2009 zuverlässig getan – durch Schnee-Chaos bei Kälte und Klimaanlagen-Pannen bei Hitze. 2013 musste der Staatskonzern noch mit anderen Naturgewalten kämpfen: Das Elbe-Hochwasser überflutete einen Teil der Strecke Hannover–Berlin, fünf Monate lang konnte hier kein Zug fahren. Das sorgte bundesweit für enorme Verspätungen und Umleitungen. Noch mehr Ärger mit seinen Kunden bekam Grube, als der Mainzer Hauptbahnhof im August vom Fernverkehr abgehängt werden musste, weil in einem Stellwerk Personal fehlte. Ausgerechnet in einer Landeshauptstadt, ausgerechnet am ZDF-Hauptsitz. Der Bahn-Chef musste sich einmal mehr vorwerfen lassen, am falschen Ende zu sparen. „Eine große Blamage“ sei das, gab Grube kleinlaut zu Protokoll, und machte eine „Kultur des Schweigens“ zwischen den Hierarchien als Ursache aus. Daneben verhagelte die schlechte Konjunktur das Geschäft, und längst zugesagte neue Züge von Siemens für den überlaufenen Fernverkehr kamen erst im Dezember. Wird 2014 für die Bahn – und vor allem für ihre Kunden – alles besser? Zumindest das Potenzial ist da: Die neuen ICEs bringen im Fernverkehr mehr Zuverlässigkeit und Komfort, weitere ICs und ICE-Baureihen werden modernisiert, und zusätzliches Personal soll verhindern, dass es wieder Ausfälle wie in Mainz gibt. Der Aufschwung dürfte zudem die Kassen füllen. Doch was ist schon sicher bei der Bahn? Auch in den vergangenen Jahren kam das Chaos stets wie aus dem Nichts. brö

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