Wirtschaft : Rund 200 neue Stellen für die Finanzaufsicht

Personelle Ausstattung der BAFin gilt als schwach

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Frankfurt (Main) (nw/HB). Die Allfinanzaufsicht wird in diesem Jahr 203 Stellen bekommen, um sie für ihre neuen Aufgaben angemessen auszustatten. Dies hat der Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) auf seiner konstituierenden Sitzung am vergangenen Freitag beschlossen. Dem Haushalt für das Rumpfhaushaltsjahr 2002 – die BAFin wurde im Mai gegründet – mit einem Gesamtvolumen von 72,3 Millionen Euro habe der Verwaltungsrat zugestimmt, sagte Jochen Sanio, Präsident der BAFin, am Montag in Bonn. Damit beginne die Aufbauphase der Allfinanzaufsicht, die fünf Jahre dauern soll. Im kommenden Jahr will die BAFin rund 200 neue Stellen schaffen.

„Nach der Genehmigung der Stellen steht nun der nächste Kraftakt an. Es gilt, Personal zu finden und einzustellen, damit die Aufsicht möglichst schnell verstärkt wird und so noch effizienter handeln kann", sagte BAFin-Präsident Sanio. Gemessen an ihren Aufgaben galt die Allfinanzaufsicht bislang personell als viel zu schwach ausgestattet. Zumal mit dem in diesem Jahr in Kraft getretenen 4. Finanzmarktförderungsgesetz eine Reihe neuer Aufgaben vor allem in der Wertpapieraufsicht auf sie zugekommen ist – zum Beispiel Untersuchungen bei Marktmanipulationen oder bei Übernahmen.

An den neuen Aufgaben der BAFin orientiere sich auch die Verteilung der Stellen, sagte Sanio. So würden von den 167 völlig neu geschaffenen Stellen 31 der Bankenaufsicht, dem Bereich Versicherungen 23 und der Wertpapieraufsicht 24 zugeordnet. Die neuen Querschnittsabteilungen bekommen 69 zusätzliche Stellen. Hinzu kommen Planstellen, die die ehemaligen Banken- und Versicherungsaufsichtsämter mit der Auflösung ihrer Berliner Nachhut Ende 2001 verloren hatten. Außerdem werden alle befristeten Stellen in Dauerstellen umgewandelt. Zu den neuen Querschnittsabteilungen gehören Internationales, Grundsatzfragen des Verbraucherschutzes und Integrität des Finanzsystems.

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