Wirtschaft : Rund ums Geld – Banker haben gute Jobchancen

Seit Janine Schulte mit der Ausbildung angefangen an, trägt sie ein Kostüm. Die 20-Jährige macht eine Lehre zur Bankkauffrau bei der Deutschen Apotheker und Ärztebank. Konten, Vermögensanlagen, Kredite: Bankkaufleute beraten ihre Kunden in allen Fragen rund ums Geld. Meist arbeiten sie in Geldhäusern. Doch auch im Controlling von Firmen sind sie gefragt. Wer den Beruf ergreifen will, sollte kommunikativ und zuverlässig sein. Und er braucht ein hohes Maß an Diskretion.

Janine Schulte hat sie ihre Ausbildung angefangen wie üblich am Schalter. „Hier habe ich gelernt, wie man Konten eröffnet und Zahlungsverkehr abwickelt.“ Sie hat Bankkarten gesperrt, Kunden bei Vollmachtserteilungen beraten und bei Auslandsüberweisungen geholfen. In der Berufsschule ging es dann um die Bewertung und Dokumentation von Unternehmensleistungen. Auch das Bearbeiten von Privat- und Firmenkrediten stand auf dem Programm.

In Berlin arbeitet Janine Schulte momentan in der Kundenberatung für selbstständige Heilberufe. Sie nimmt bei erfahrenen Kollegen an Beratungsgesprächen teil, recherchiert Informationen und fertigt Protokolle an. Ein Projekt von der Idee bis zur Umsetzung zu begleiten, sei eine positive Erfahrung. Der Kundenkontakt liegt ihr. Doch soziale Kompetenz allein reicht nicht: Wer sich für den Beruf interessiert, sollte auch gut Englisch können. Außerdem sollten die Berater gut mit Zahlen umgehen können und genau sein.

Die Ausbildung gilt als anspruchsvoll: Die Lehrlinge müssen sich in relativ kurzer Zeit viel Fachwissen aneignen, sagt Ausbildungsleiterin Ulrice Krüger. Auch, wenn kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben ist: Viele haben inzwischen Abitur. Die Übernahmechancen nach der Ausbildung sind gut, sagt Krüger. dpa

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