Wirtschaft : "Runder Tisch" bald auch für Westbetriebe

jojo

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Die Deutsche Ausgleichsbank (DtA) dehnt ihr Krisenmanagement für Betriebe auf die alten Länder aus.Der im Osten erfolgreiche "Runde Tisch" soll zukünftig auch westdeutsche Unternehmer vor dem Konkurs retten.Im Rahmen dieses Beratungsprogramms hat die DtA zusammen mit den lokalen Industrie- und Handelskammern bislang 3000 finanziell angeschlagenen Betrieben in den neuen Ländern und Berlin unter die Arme gegriffen.Dabei kommt ein externer Berater - zumeist ein ehemaliger Banker oder freischaffender Experte - in den Betrieb.Auf zehn Tage begrenzt prüft der Berater die Firma auf Herz und Nieren und stellt den Kontakt mit den Banken her."Die Kommunikation zwischen den beiden muß eine andere Qualität kriegen", sagt Bernhard Karlein, Leiter der zentralen Beratungskoordinierung der DtA.Im Anschluß versucht der Berater alle Beteiligten an einen Tisch zu kriegen.Ein Freilos sei die Beratung durch die DtA freilich nicht, so Karlein.Oft würden die Betriebe erst dann Hilfe anfordern, wenn es schon fast zu spät sei und die Banken nicht mehr mitziehen wollten.Der Berater versuche aber auf jeden Fall, den Selbständigen vor dem Gang zum Sozialamt zu bewahren.In den meisten Fällen war die Hilfe nicht umsonst: Von zehn Unternehmen konnte bislang sieben geholfen werden. Karlein geht davon aus, daß das Angebot auch im Westen auf Nachfrage stoßen wird.Die Probleme der Firmen seien ähnlich wie in den neuen Ländern.Ob die Kammern dort wie im Osten zu Partnern würden, sei dagegen noch offen.Nicht geklärt ist auch der Zeitpunkt des Beginns der Aktion.Dazu müßte auch das Budget erhöht werden.Zwölf Mill.DM hat die DtA 1997 für das Angebot im Etat vorgesehen.Für die nächsten Jahre sollte jeweils ein ähnlicher Betrag zur Verfügung stehen.

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