Wirtschaft : Russland setzt Opec unter Druck

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(dpa). Der derzeit größte Erdölproduzent Russland hat für 2004 deutlich höhere Fördermengen angekündigt und setzt damit das internationale Branchenkartell Opec unter Druck. Der Ausstoß für das angebrochene Jahr werde um zehn Prozent auf 432 Millionen Tonnen steigen, kündigte das Energieministerium in Moskau in einer Erklärung am Neujahrstag an. Russland produzierte Ende 2003 mehr als SaudiArabien und hat sich wiederholt der Opec-Preispolitik widersetzt. Das Land ist nicht Mitglied des Kartells. Die privatisierte russische Erdölindustrie hatte bereits im Vorjahr die Produktion um mehr als zehn Prozent gesteigert und eine Jahresmenge von 390 Millionen Tonnen angestrebt. Moskau machte keine konkreten Angaben zu geplanten Exportsteigerungen. Größter Ölförderer in Russland ist der unter Betrugsverdacht stehende Jukos- Konzern mit einem Anteil von 20 Prozent.

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