Wirtschaft : Rußland treibt Risikovorsorge in die Höhe

DÜSSELDORF (rtr/Tsp).Die Westdeutsche Landesbank Girozentrale (WestLB), Düsseldorf, hat im ersten Halbjahr 1998 an den stabilen Ertragstrend der Vorjahre angeknüpft und den Gewinn weiter steigern können.Wie die Bank zu ihrem am Donnerstag vorgelegten Halbjahresbericht mitteilte, wurde die Risikovorsorge um knapp neun Prozent auf 422,6 Mill.DM erhöht.Dennoch habe sich nach Abzug dieser Vorsorge für Kurs- und Kreditverluste ein Betriebsergebnis ergeben, das mit 660 Mill.DM um 5,2 Prozent über dem Vergleichswert 1997 liege.Für das Gesamtjahr rechnet das viertgrößte deutsche Geldinstitut mit einem erneut zufriedenstellenden Ergebnis.

Mit der Erhöhung der Risikovorsorge habe die WestLB auch die Entwicklung in Rußland berücksichtigt, so das Institut in seinem Zwischenbericht.Vor Risikovorsoge belief sich das Betriebsergebnis auf 1,08 (1,02) Mrd.DM.Die Gewinnsteigerung sei vor allem durch höhere Überschüsse im Zins- wie im Provisionsgeschäft zustande gekommen.Im eigenen Handel mit Wertpapieren verbuchte die WestLB aber einen Gewinnrückgang auf 215 (284,3) Mill.DM.Das liege daran, daß sich viele Handelserfolge durch die Verzahnung der Geschäfte inzwischen im Zins- und Provisionsüberschuß wiederfänden.Die Vorbereitungen für die Umstellung auf den Euro und das Jahr 2000 nannte die WestLB als Hauptursache für einen Anstieg des Verwaltungsaufwands um knapp elf Prozent auf zwei Mrd.DM.Strategisch habe man sich bereits durch Neugliederung der einzelnen Bank-Bereiche auf den neuen Währungsraum eingerichtet.Die WestLB verstehe sich nunmehr als "paneuropäischer Sektorspezialist mit Schwerpunkt für mittelgroße Unternehmen".

Gemessen an der Bilanzsumme von 686,3 Mrd.DM (plus 14,6 Prozent) konnte das öffentlich-rechtliche Institut seinen Platz als viertgrößte Bank hierzulande behaupten - nach der Deutschen Bank, der in Kürze neuen Hypovereinsbank und der Dresdner Bank.

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