Wirtschaft : Rußland würdigt Wolff von Amerongens Beitrag

BONN/MOSKAU (dpa).Die russische Regierung hat am Donnerstag den Beitrag von Otto Wolff von Amerongen zur Verbesserung der deutsch-russchen Beziehungen gewürdigt.Premierminister Sergej Kirijenko schrieb anläßlich des 80.Geburtstages Wolffs am Donnerstag, dieser habe sich "als energischer Anhänger der Annäherung des russischen und des deutschen Volkes" verdient gemacht.Rußland wisse den persönlichen Beitrag des langjährigen Vorsitzenden des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft zu schätzen.Außenminister Jewgeni Primakow schrieb, Wolffs Name sei "untrennbar mit vielen wichtigen Seiten der Nachkriegsgeschichte unserer Länder verbunden".

Wolff übernahm mit knapp 20 Jahren nach dem Tode seines Vaters, des Eisenindustriellen Otto Wolff, das Familienunternehmen und baute das Ostgeschäft weiter aus.Er war an den ersten Handelsverträgen mit der Sowjetunion und China beteiligt, gilt daher als Wegbereiter des Osthandels und war bei Staatsoberhäuptern in Moskau, Washington und Peking willkommen.Als "Diplomat der deutschen Wirtschaft" wurde er oftmals bezeichnet.

Als größten Erfolg, zu dem er beigetragen hat, wertet Wolff die Wiederherstellung der Osthandelsbeziehungen für Deutschland vor und nach der Wende 1989/90.Fast zwei Jahrzehnte lang war er bis 1988 als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) der Repräsentant der deutschen Wirtschaft.Während seiner beruflichen gehörte Wolff etwa 40 Aufsichtsräten oder Beiräten an, aus den meisten ist er mittlerweile ausgeschieden.Aber auch heute noch ist der Sachverstand und Rat des Pioniers, der seit 1956 dem Ostausschuß der Deutschen Wirtschaft vorsteht, bei Politik und Wirtschaft gefragt.

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