Wirtschaft : Rußlandkrise drückt deutsche Agrarexporte

BONN/MOSKAU (AFP).Die Finanz- und Wirtschaftskrise in Rußland und der gesunkene Dollarkurs werden nach Einschätzung der Bundesregierung in der zweiten Jahreshälfte auf die deutschen Agrarexporte drücken.Für diesen Zeitraum hat das Landwirtschaftsministerium nur noch "gedämpfte Erwartungen".Im ersten Halbjahr hätten die deutschen Agrarausfuhren dagegen noch von der stabilen Dollarentwicklung profitiert.Der Verfall des russischen Rubels hätte zudem die Lieferbedingungen nach Rußland erheblich verschlechtert.Die deutschen Unternehmen wickelten allerdings zwei Drittel ihres Warenaustausches im Agrar- und Ernährungsbereich innerhalb der EU ab.Rußland will ungeachtet der äußerst schlechten Ernte kein Getreide aus dem Ausland einführen.Das Land könne mit dem Getreide aus eigener Produktion auskommen, sagte Vizeagrarminister Wjatscheslaw Tschernoiwanow am Freitag in Moskau.Rußland wird in diesem Jahr voraussichtlich 45 Mill.Tonnen Getreide einfahren, 1997 waren es 88,5 Mill.Tonnen.

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