Wirtschaft : RWE baut Kraftwerk ohne CO2 Anlage in Hürth kostet zwei Milliarden Euro

Berlin - Der Energiekonzern RWE will in Hürth bei Köln sein erstes CO2-freies Kohlekraftwerk bauen. Vorstandschef Jürgen Großmann verteidigte am Freitag in Hamm die Kohle, die in Hürth verfeuert werden soll. „Die Braunkohle ist der richtige Energieträger, weil sie subventionsfrei und in genügender Menge vorhanden ist.“ Braunkohle ist allerdings auch der schmutzigste Energieträger, sie emittiert bei der Verstromung noch mehr CO2 als Steinkohle. Die in Deutschland stark auf die Braunkohle setzenden Konzerne RWE und Vattenfall bemühen sich deshalb um eine CO2-Abscheidung im Kraftwerk. Vattenfall nimmt seine Pilotanlage zur Trennung des Klimagases am 9. September bei Schwarze Pumpe in Spremberg in Betrieb. RWE will sein Kraftwerk in Hürth bis Ende 2014 fertig haben. Dazu investiert der Essener Konzern zwei Milliarden Euro.

Lob für die Pläne gab es von höchster Stelle. „Ich beglückwünsche RWE, dass sie zu den ersten mit einem praktikablen Projekt gehören. Dann haben sie die besten Chancen, ohne dass das jetzt eine Zusage ist, Herr Großmann, auch unter den ersten Kraftwerken noch eine Förderung zu bekommen“, sagte Angela Merkel in Hamm. Dort legte RWE am Freitag den Grundstein für ein zwei Milliarden Euro teures Steinkohlekraftwerk. alf

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