Wirtschaft : RWE: Der Essener Energieversorger schraubt Gewinnprognose nach oben

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Der Essener Energieversorger RWE blickt optimistisch in die Zukunft. Das Betriebsergebnis werde im Geschäftsjahr 2000/2001 (30.06.) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35 Prozent ansteigen, teilte RWE am Dienstag mit. Damit verbesserte RWE seine bisherige Prognose um zehn Prozent und überraschte die Märkte positiv. Bereits in den ersten neun Monaten konnte der Energieversorger sein Betriebsergebnis gegenüber dem Vergleichszeitraum um 34 Prozent auf über 2,9 Milliarden Euro erhöhen.

Zum positiven Ergebnis hätten vor allem die überdurchschnittlichen Ergebnisse im Bereich Mineralöl und Chemie, aber auch Einsparungen im Energiebereich beigetragen. Negativ wirkten sich dagegen die erhöhten Brennstoffkosten in der Stromerzeugung aus. Außerdem hätten die Gesetze zur Förderung erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung das Ergebnis zusätzlich belastet. Bereinigt um Konsolidierungseffekte aus der Fusion mit der früheren VEW und der Übernahme von Thames Water stieg das Betriebsergebnis um rund vier Prozent. Der Konzernumsatz verbesserte sich um 32,3 Prozent auf 46,1 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis der ersten neun Monate bezifferte RWE mit knapp 1,1 Milliarden Euro, ein Wert, der "nur leicht" um 0,7 Prozent verbessert werden konnte.

Wie RWE weiter mitteilte, sei der britische Wasserversorger Thames Water nun ganz in den Konzern integriert. "Damit steht das Wassergeschäft als vierte Säule innerhalb des Kerngeschäfts auf festem Boden." Die Investitionen hätten sich vor allem durch den Erwerb des Wasserversorgers mit 13,2 Milliarden Euro mehr als verdreifacht.

Die Zahlen der ersten neun Monate und der positive Gesamtausblick konnten die Erwartungen der Märkte übertreffen: Bis zum Mittag legte die Aktie um über 3,5 Prozent zu und gehörte somit zu den Tagesgewinnern. Die Düsseldorfer WGZ-Bank erwartet, dass sich RWE besser entwickelt als der Markt und hob die Prognose für den Gewinn je Aktie für das laufende Geschäftsjahr von 2,10 auf 2,15 Euro an. Zurückhaltender äußerte sich Maintrust-Fondsmanager Jason Forde: "Die Zahlen lagen zwar über den Erwartungen, aber ich denke, dass der größere Fokus auf den nächsten sechs bis zwölf Monaten liegen sollte.

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