Wirtschaft : RWE hofft auf Ertragswende bei der Telekommunikation

ESSEN .Trotz zunächst weiter steigender Verluste in der Telekommunikation ist nach Einschätzung von RWE-Chef Dietmar Kuhnt die Trendwende in diesem Konzernbereich in Sicht.Nach einem Minus von 324 Mill.DM im Geschäftsjahr 1997/98 (30.Juni) rechne der Konzern für 1998/99 noch einmal mit einem höheren Verlust.Die Trendwende am Markt habe jedoch eingeleitet werden können, sagte der RWE-Vorstandsvorsitzende bei der Bilanzvorlage am Dienstag in Essen.

Für den Konzern rechne er nach einem Ergebnisplus um 15,2 Prozent auf 721 Mill.DM in den ersten sechs Monaten für das Gesamtjahr 1998/99 mit einem Gewinnanstieg von rund zehn Prozent, sagte Kuhnt.Der Konzernumsatz ging dagegen in den ersten sechs Monaten um 2,4 Prozent auf knapp 36 Mrd.DM zurück.Der RWE-Chef zeigte sich zuversichtlich, in der Telekommunikation die Ertragswende bei der Festnetzgesellschaft Otelo im Jahr 2002 und bei der Mobilfunkgesellschaft E-Plus bereits im Jahr 2001 erreichen zu können.Im laufenden Jahr rechne RWE mit Verlusten in der Telekommunikation von weniger als 500 Mill.DM, sagte Kuhnt.

Der Konzernchef kündigte für das laufende Jahr Investitionen in Sachanlagen von rund sechs Mrd.DM an.Für einen Zeitraum von fünf Jahren seien Investitionen von rund 28 Mrd.DM geplant.Jeweils gut die Hälfte werde in den Unternehmensbereich Energie fließen.Knapp ein Jahr nach der Liberalisierung auf dem Strommarkt habe RWE Energie seine Wettbewerbsposition weiter ausbauen können.Absatzverlusten bei den Stromkunden von rund 1000 Gigawattstunden (GWh) stünden Zugewinne von rund 1400 GWh gegenüber, sagte Kuhnt.Insbesondere im Geschäft mit großen Industriekunden und Verteilerunternehmen seien dabei die Preise "rapide" zurückgegangen.

Die Mitarbeiterzahl im RWE-Konzern stieg zum Stichtag 31.Dezember 1998 um 2,5 Prozent auf 149 043.In den Bereichen Energie sowie Bergbau und Rohstoffe kündigte Kuhnt weitere Kostensenkungen bis zum Jahr 2002/03 von jährlich rund drei Mrd.DM an.In Ostdeutschland plane RWE Energie den Zusammenschluß von drei Regionalversorgern zu einem der größten regionalen Stromversorger mit einem Umsatz von 2,5 Mrd.DM.

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