Wirtschaft : RWE senkt erneut die Strompreise - Preussenelektra kündigt eigene Strommarke an

Deutschlands größter Stromversorger, die RWE Energie AG, hat am Mittwoch eine neue Runde im Strompreiskrieg eingeläutet. Der Marktführer kündigte an, er werde die Preise für alle Privatkunden zum 1. November um knapp zwei Pfennige auf 23,99 Pfennig brutto je Kilowattstunde senken. RWE hatte erst Ende Juli mit seinem Angebot, bundesweit Strom für 25,87 Pfennig je Kilowattstunde zu liefern, den Preiskampf eröffnet. Gegenüber dem bisherigen bundesweit geltenden RWE-Angebot bedeute die neue Preisoffensive bei einer Familie mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 4000 Kilowattstunden noch einmal eine Entlastung um 75 DM im Jahr, sagte Vorstandschef Manfred Remmel. Von der Preissenkung sollen neben den neuen Kunden automatisch auch alle Altkunden profitieren. Die übrigen Konditionen wie die Grundgebühr von 11,57 DM im Monat und die kurzen Kündigungsfristen blieben unverändert.

Der Konzern kündigte an, er werde seinen Strom künftig unter dem Markennamen "Avanza" vertreiben. "Dabei ist wichtig: Wir erzeugen unseren Strom in Deutschland und sichern damit auch heimische Arbeitsplätze", sagte Remmel. Er kündigte an, die mit RWE Energie verbundenen Energieunternehmen, vor allem viele Stadtwerke, würden die Möglichkeit erhalten, "Avanza"-Markenstrom in Lizenz zu vermarkten.

Unterdessen kündigte der Energiekonzern Preussenelektra ebenfalls eine eigene Strommarke an. Unter dem Namen "Elektradirekt" werde von der kommenden Woche an allen Haushalten im Bundesgebiet ein Tarif angeboten, der mit den Billigangeboten anderer Stromverkäufer mithalten könne, hieß es am Mittwoch in Hannover.

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