Wirtschaft : RWI: Aufschwung bleibt schwach US-Wirtschaft erholt sich zögerlich

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Berlin (brö). Die deutsche Konjunktur wird sich nach Einschätzung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in der zweiten Hälfte dieses Jahres leicht erholen. Auf den Arbeitsmarkt dürfte sich dies aber vorerst nicht auswirken. Trotz einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,9 Prozent werde die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Jahr um 135 000 sinken, sagte RWI-Vizepräsident Ullrich Heilemann am Donnerstag in Essen. Für das Jahr 2003 erwarten die Forscher einen stärkeren Aufschwung mit einem Plus von 2,3 Prozent. Damit korrigierte das RWI, anders als das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW), seine Prognose nur leicht nach unten. Der leichte Aufschwung ist nach Angaben der Experten allerdings vor allem vom Export abhängig. Die Erholung sei deswegen gefährdet, auch wegen der Unsicherheit der Entwicklung in den USA und der Aufwertung des Euro zum Dollar. Unterdessen gibt es keine Anzeichen für eine schnelle Erholung der US-Wirtschaft. Das US-Konjunkturbarometer, das sich aus den zehn wichtigsten Wirtschaftsdaten zusammensetzt, blieb im Juni unverändert, wie das Privatinstitut Conference Board am Donnerstag mitteilte. Zwar gingen die Erstanträge auf Arbeitslosen-Unterstützung bis Mitte Juli leicht zurück. Experten führten dies indes auf saisonale Faktoren zurück.

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