Wirtschaft : Ryanair kämpft gegen Easyjet Rekordgewinn bei irischer Linie

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Frankfurt (Main) (hz/HB/fw). Die Nummer zwei unter den Billigfluggesellschaften in Europa, Ryanair, sucht den Schlagabtausch mit dem neuen Branchenprimus Easyjet. Nachdem der britische Konkurrent Easyjet plant, mit der Übernahme der Deutschen BA auf den deutschen Markt zu dringen, denken die Iren nun im Gegenzug über eine Expansion nach Spanien nach. „Vielleicht wagen wir nun den Sprung dahin“, sagte Ryanair-Finanzchef Michael Cawley.

Ryanair überraschte gestern mit einem Gewinnsprung im ersten Geschäftsquartal in Rekordhöhe. Der Quartalsgewinn nach Steuern kletterte um 68 Prozent auf 39 Millionen Euro. Analysten hatten nur mit 35 Millionen Euro gerechnet. Für den Rest des Jahres werde sich der Gewinn jedoch entsprechend der früheren Prognosen entwickeln. Analysten rechnen für das Gesamtjahr 2002/2003 mit einem Gewinn von 190 Millionen Euro, nach 150 Millionen Euro im Vorjahr.

Die nach der Übernahme des Billigfliegers Go zum neuen Branchenprimus aufgestiegene Easyjet macht den Iren vor allem in Südeuropa neue Konkurrenz. Die iberische Halbinsel fliegt Ryanair bisher gar nicht an, während Easyjet und Go dort zahlreiche Flughäfen ansteuern. Der Wettbewerb zwischen den beiden Platzhirschen im Billigflugsegment wird damit künftig schärfer. Ryanair will zugleich das Streckennetz in Deutschland weiter ausbauen. Bislang steuert Ryanair in Deutschland die Flughäfen Hahn, Lübeck und Friedrichshafen an.

Neue Konkurrenz aus Deutschland

Auch aus Deutschland bekommt Ryanair auch neue Konkurrenz: die Lufthansa-Beteiligung Eurowings gab gestern bekannt, noch in diesem Jahr vom Flughafen Köln/Bonn aus mit einer Niedrigpreisgesellschaft starten zu wollen. Nach Branchenkreisen will auch die TUI von Köln/Bonn aus mit Billigfliegern abheben. Eurowings plant, bis zu Beginn des Winterflugplanes zunächst fünf Airbus-Maschinen an den Rhein zu verlegen, um Ziele im europäischen Ausland anzusteuern, bestätigte ein Eurowings-Sprecher. Die endgültige Entscheidung über das Projekt solle Mitte nächster Woche fallen.

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