Wirtschaft : Ryanair verbucht Rekordgewinn

Dublin/Berlin - Lufthansa schrieb zuletzt leicht rote, Air Berlin sogar tiefrote Zahlen. Beide Firmen fahren zudem Sparprogramme. Der irischen Billigfluglinie Ryanair dagegen geht es wirtschaftlich hervorragend: Mit einem Gewinnsprung von 25 Prozent auf 503 Millionen Euro konnte das Unternehmen am Montag sogar ein Rekordergebnis präsentieren – bezieht man einen Sondereffekt mit ein, verdiente Ryanair sogar 560 Millionen Euro.

Die Zahl der Passagiere stieg im Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr um fünf Prozent auf 76 Millionen. Im laufenden Jahr will Vorstandschef Michael O’Leary den höheren Kerosinpreisen trotzen, nochmals um fünf Prozent zulegen und 79 Millionen Fluggäste befördern. Damit ist Ryanair laut aktueller Zahlen des Branchenverbandes IATA die Airline, die am meisten Menschen international befördert – vor Lufthansa (44 Millionen), Easyjet (37), Air France (30) und Emirates (30).

Es werde jedoch schwer werden, im laufenden Jahr wieder einen Rekordgewinn auszuweisen. Die Gesellschaft könne die Ticketpreise kaum so stark anheben, dass sie die steigenden Ausgaben für Kerosin decken, argumentierte das Management. Im laufenden Geschäftsjahr dürfte der Überschuss daher auf 400 bis 440 Millionen Euro sinken. Gegen weiter steigende Kerosinpreise hat sich das Unternehmen bis Ende 2013 zu etwa 90 Prozent abgesichert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz ohne den Sondererlös um 19 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Im traditionell schwachen Winterhalbjahr hielt die Gesellschaft die Verluste dadurch in Grenzen, dass sie bis zu 80 ihrer 275 Maschinen am Boden ließ und das Flugangebot kräftig eindampfte. Obwohl die Zahlen besser waren als von Analysten erwartet, gab die an den Börsen in Dublin und New York notierte Aktie zunächst nach. In Dublin kostete ein Papier am Montagmittag 1,8 Prozent weniger als am Freitag: rund 3,95 Euro. dpa/kph

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