Wirtschaft : S-Air-Group: Verwaltungsrat des Konzerns berät über die Zukunft von Swissair

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Anhaltende Gerüchte über einen Verkauf des verlustreichen Fluggeschäftes halten die Aktien der Swissair Muttergesellschaft S-Air-Group in Bewegung. Die Papiere, die seit Jahresanfang um 30 Prozent eingebrochen sind und von über 300 Schweizer Franken auf zeitweise 220 Franken absackten, können sich in diesen Tagen kräftig überholen. Nach einem Kurssprung von elf Prozent in der vergangenen Woche bewegt sich die Notierung nun bei 260 Franken. Auf einer für Mittwoch anberaumten Verwaltungsratssitzung stand die Konzernstrategie zur Debatte. S-Air-Konzernchef Philippe Bruggisser sieht sich zunehmendem Druck ausgesetzt, seine bisherige Politik zu überdenken. Sein Konzept, im Verbund vieler kleinerer Fluggesellschaften eine unabhängige Flugallianz aufzubauen, rechnet sich nicht. Im ersten Halbjahr erreichten die Verluste im Fluggeschäft 155 Millionen Franken. Im Gespräch sind nun Partnerschaften, die der Swissair zu einer besseren Auslastung und profitablen Flugverbindungen verhelfen könnten. Spekuliert wird über Interesse von Alitalia, Air France, vor allem von British Airways und deren Kooperationspartner American Airlines. Eine Zusammenarbeit mit Lufthansa hält Uwe Weinreich, der die Airlines für die Bankgesellschaft Berlin unter die Lupe nimmt, für unrealistisch. Das Streckennetz der Briten sei für die Schweizer attraktiver und auch unter kartellrechtlichen Gesichtspunkten unbedenklicher. In Branchenkreisen wird unterdessen ein Teilverkauf von Swissair an den Code-Sharing-Partner American Airlines nicht ausgeschlossen.

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