Saab-Verkauf : Koenigsegg und GM einigen sich

Die schwedische Supersportwagen-Schmiede Koenigsegg hat mit General Motors einen Vorvertrag zum Kauf der defizitären Tochter Saab geschlossen.

Für die angeschlagene Opel-Mutter ist dies ein Meilenstein auf dem Weg zur Gesundung nach dem Ende der Insolvenz. Der Verkauf ist jedoch noch nicht in trockenen Tüchern: Er hängt noch von mehreren Finanzierungszusagen ab.

GM-Europe-Chef Carl-Peter Forster nannte die Einigung "einen wichtigen Schritt auf der Reise zu einem möglichen Abschluss". Bedingung für eine Transaktion sei ein Kredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) mit einer Garantie der schwedischen Regierung, erläuterte Forster. GM äußerte sich nur vage zu den Details des Vertrages und sprach lediglich von einer "Einigung zum Kauf von Aktien". Die schwedische Regierung sah ebenfalls noch mehrere Hürden auf dem Weg zu einem Abschluss – unter anderem müsse Koenigsegg mehr privates Kapital bereitstellen.

Koenigsegg hofft auf ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank im Umfang von etwa 450 Millionen Euro. Der Koenigsegg-Direktoriumsvorsitzende Augie Fabela sagte der Wirtschaftszeitung Dagens Industri zufolge, dass darüber hinaus noch rund 300 Millionen Euro fehlten. Koenigsegg erklärte, die Übernahme werde voraussichtlich innerhalb eines Monats besiegelt werden, während GM Europe lediglich von einem Abschluss bis Jahresende sprach.

Fabela sagte, Koenigsegg habe bereits positive Signale von der schwedischen Regierung erhalten, die für den EIB-Kredit bürgen soll. Die EIB wird voraussichtlich bis Ende September entscheiden.

GM hatte sich bereits Mitte Juni mit Koenigsegg vorläufig auf einen Verkauf geeinigt. Bislang baut der schwedische Betrieb mit 45 Mitarbeitern nur wenige Extrem-Sportwagen im Jahr, die je nach Modell mit über 1000 PS fast 400 Kilometer pro Stunde fahren können und mehr als eine Million Euro kosten. Saab gehört seit zwei Jahrzehnten zu GM.

Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters, sse

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