Wirtschaft : Sachsen fürchtet um Verbundnetz Gas

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Leipzig (dpa). Eine mögliche Übernahme der Ruhrgas AG durch den Energiekonzern Eon darf nach Forderung der sächsischen Staatsregierung nicht zu einem plötzlichen Konkurrenzkampf im Gasgeschäft mit der Verbundnetz Gas AG (VNG) in Leipzig führen. „Damit sich die VNG langfristig am Gasmarkt behaupten kann, muss Ruhrgas Anteilseigner bleiben und darf nicht zum Konkurrenten werden“, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Gillo (parteilos) am Mittwoch. Die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums, ob die Übernahme Eon/Ruhrgas genehmigt wird, wird voraussichtlich am Freitag bekannt gegeben werden. Das Bundeskartellamt hatte die Ruhrgas-Pläne von Eon abgelehnt. Nach Medienberichten könnten bei einer Ministererlaubnis Eon und Ruhrgas gezwungen sein, zur Stärkung des Wettbewerbs ihre Beteiligungen an dem Leipziger Gasversorger Verbundnetzgas abzugeben. Ruhrgas ist mit 36,84 Prozent Großaktionär des ostdeutschen Unternehmens. Eon hält 5,26 Prozent.

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