Wirtschaft : Salamander: Lurchi auf Einkaufstour

Salamander ist auf Einkaufs-Tour. Der Schuh- und Dienstleistungskonzern, dessen Markenzeichen seit Jahrzehnten der gelb-schwarze Salamander "Lurchi" ist, will vor allem durch Zukäufe seinen Umsatz in den nächsten drei Jahren auf vier Milliarden Mark steigern. Davon sollen rund 1,5 Milliarden Mark auf den Markenbereich und den Schuh-Einzelhandel und 2,5 Milliarden Mark auf die Geschäftsfelder Service und Industrie entfallen, sagte Vorstandssprecher Daniel Reinhard am Mittwoch bei der Bilanzvorlage. Ein Eckpfeiler in der Wachstumsstrategie sei Europas größer Parkplatzbewirtschafter Apcoa, den Salamander im vergangenen Jahr übernommen hat. Der Markenbereich Schuhe konnte nach Jahren erstmals wieder schwarze Zahlen schreiben. Ob in den Salamander-Filialen künftig auch Strom der Mutter EnBW verkauft wird, prüfe derzeit eine Projektgruppe. "Wir werden Synergien im Konzern nutzen, wo es sinnvoll ist", sagte Reinhard. Apcoa, mit einem Umsatz von 614,8 Millionen Mark größtes Einzelunternehmen im Konzern, bilde die Voraussetzung, dass die Sparte Salamander Services zu einem führenden Dienstleister ausgebaut werden könne. Salamander, zu über 95 Prozent im Besitz des Energiekonzerns EnBW AG, muss im nächsten Jahr den Umsatz der Deutschen Industriewartung (DIW) in Höhe von 551,6 Millionen Mark entkonsolidieren. Dann übernimmt der Maschinenbauer Voith AG weitere fünf Prozent und damit die Mehrheit an der DIW.

Salamander hatte im vergangenen Jahr beim Umsatz kräftig zugelegt. Die Erlöse stiegen um 44 Prozent auf 2,26 Milliarden Mark - vor allem durch die APCOA-Übernahme. Der Überschuss im Konzern stieg von 17,6 auf 28,4 Millionen Mark. Der Vorstand schlägt eine Erhöhung der Dividende von 0,50 Mark auf 0,75 Mark vor. In diesem Jahr soll der Umsatz auf 2,5 Milliarden Mark steigen und das Ergebnis verbessert werden.

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