Wirtschaft : Salzgitter AG leidet unter der Stahl-Flaute

SALZGITTER .Der Salzgitter-Stahlkonzern erwartet nach einem Rekordergebnis 1997/98 (30.September) für das laufende Geschäftsjahr Einbußen bei Umsatz und Gewinn.Grund ist die weltweit schlechte Stahlkonjunktur."Klar ist schon heute, daß das laufende Geschäftsjahr eher zu den unterdurchschnittlichen gehören wird", sagte der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Hans-Joachim Selenz, am Montag auf der ersten Bilanzpressekonferenz des Unternehmens nach der Herauslösung aus dem Preussag-Konzern Anfang 1998.

Neben Produktion und Umsatz werde auch der Gewinn entsprechend schlechter ausfallen.Gleichwohl werde sich das Unternehmen aber aufgrund seiner soliden Bilanz- und Finanzstruktur gut behaupten.Der Stellenabbau wird fortgesetzt: Im Stahlbereich sollen in den kommenden Jahren 580 Stellen an den Standorten Salzgitter, Peine und Ilsenburg (Sachsen-Anhalt) über Altersteilzeit abgebaut werden.Konzernweit ging die Mitarbeiterzahl bis Ende September 1998 im Vorjahresvergleich um gut 30 Stellen auf 12 223 Mitarbeiter zurück.

Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller hat 1997/98 sein Betriebsergebnis verdoppelt und wird die Dividende erhöhen.Bei einem Konzernumsatz von 6,2 (1996/97: 5,4) Mrd.DM wurde ein Vorsteuerergebnis von 287 Mill.DM erreicht.Mit 4,9 (4,6) Mill.Tonnen produzierte das Unternehmen die höchste Rohstahlmenge seit 23 Jahren.Die Dividende soll von 1,00 DM auf 1,25 DM je Aktie steigen.Damit werden vom Reingewinn von 148 (88) Mill.DM rund 78 Mill.DM an die Aktionäre ausgeschüttet.Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ging der Stahl-Umsatz um 15 Prozent zurück.Selenz schloß strategische Allianzen mit anderen Stahlherstellern nicht aus.

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