Wirtschaft : Sammelklage gegen Hugo Boss in den USA Anleger fühlen sich durch

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München/New York (dpa). Zwei Anwaltskanzleien in New York und München klagen in den USA gegen den Modekonzern Hugo Boss. Sie werfen dem Unternehmen vor, die Anleger über Umsatzzahlen in den USA getäuscht zu haben. Die Sammelklage sei beim Bezirksgericht in New York gegen das Unternehmen selbst und zwei ehemalige US-Manager bereits am Dienstag eingereicht worden, teilte die Kanzlei Rotter Rechtsanwälte in Grünwald bei München mit. Die Hugo Boss AG lehnte eine Stellungnahme ab.

Klagen können den Rechtsanwälten zufolge Investoren, die ihre Aktien zwischen dem 5. November 2001 und dem 28. Mai 2002 erworben haben. Hugo Boss hatte im Frühjahr bei einer Inventur in den USA ungenügende Rückstellungen und Bestandsdifferenzen für 2001 und 2002 von insgesamt acht Millionen Euro festgestellt und daraufhin die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr von 107 auf 95 Millionen Euro heruntergesetzt. Zwei Manager der US-Tochter nahmen ihren Hut. Inzwischen wurde die Prognose wegen der schwachen Konjunktur auf 70 Millionen Euro verringert. Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) riet Anlegern davon ab, sich jetzt an der Sammelklage zu beteiligen. „Das Verfahren kann lange dauern, der Ausgang ist ungewiss. Als betroffener Kleinaktionär kann man sich auch erst nach einer Entscheidung einklinken, ohne auf mögliche Ansprüche zu verzichten“, sagte SdK-Sprecher Markus Straub. Die Aktie des Herren- und Damenausstatters befindet sich seit mehreren Monaten auf Talfahrt. Am Mittwoch gaben die Vorzugsaktien bis zum Börsenschluss erneut um 6,73 Prozent auf 10,40 Euro nach.

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