Wirtschaft : Samsung liegt vorne Galaxy etabliert sich dauerhaft vor dem iPhone

Seoul - Der Boom bei Smartphones beschert dem südkoreanischen Technologiekonzern Samsung ein sattes Gewinnplus. Wegen des großen Erfolges seiner Galaxy-Reihe erwartet das Unternehmen für das Schlussquartal 2011 den höchsten operativen Quartalsgewinn der Firmengeschichte. Wie Samsung am Freitag mitteilte, erhöhte sich der aus der normalen Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Gewinn im Jahresvergleich um 72,8 Prozent auf etwa 5,2 Billionen Won, umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro.

Samsung hatte mit seinen Smartphones der Galaxy-Reihe bereits im dritten Quartal den großen Konkurrenten Apple mit seinem iPhone geschlagen. Laut dem US-Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics verkaufte Samsung von Juli bis September 27,8 Millionen Smartphones – Apple dagegen lediglich 17,1 Millionen. Im vierten Quartal habe Samsung wahrscheinlich 35 Millionen Galaxy-Geräte verkauft, heißt es in ersten Prognosen.

Mit einem Marktwert von 150 Milliarden Dollar ist Samsung die wertvollste Technologiefirma Asiens. Ein Ende des Aufwärtstrends auf dem Smartphone- Markt ist derzeit nicht absehbar. Die Experten des Finanzdienstleisters BNP Paribas rechnen mit 170 Millionen verkauften internetfähigen Mobilfunkgeräten in diesem Jahr. Zuletzt kam Samsung auf geschätzt 95 Millionen Exemplare. Für 2012 hat Samsung die Entwicklung neuer Produkte und die Erschließung neuer Märkte angekündigt.

Im Quartalsergebnis von Samsung schlägt sich auch der Verkauf der Festplattensparte an den US-Spezialisten Seagate Technology im Jahr 2011 für 1,4 Milliarden Dollar positiv nieder. Umsatzeinbußen dürfte es Branchenexperten zufolge dagegen bei den Kernprodukten des Unternehmens, bei Computer-Speicherchips und Flachbildschirmen gegeben haben. Beide Bereiche erlebten im vergangenen Jahr einen starken Preisverfall. Ergebnisse für einzelne Sparten will Samsung aber erst in einigen Tagen vorlegen.

Dem bisher ebenfalls sehr erfolgreichen Konkurrenten HTC versetzten die Erfolge von Samsung und Apple einen herben Dämpfer. Der Gewinn des Konzerns aus Taiwan brach im Schlussquartal 2011 um gut ein Viertel ein. Nach stetem Wachstum in den vergangenen Jahren fiel er im Jahresvergleich um 26 Prozent auf elf Milliarden Taiwan-Dollar (285 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Umsatz gab um 2,5 Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro nach. AFP/rtr

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