Wirtschaft : Sanierung bei Opel steht

Frankfurt am Main/Rüsselsheim - Der Tarifvertrag zur Sanierung des Autobauers Opel ist unter Dach und Fach. Der IG-Metall-Bundesvorstand stimmte dem von der Tarifkommission ausgehandelten Kompromiss am Mittwoch wie erwartet zu, wie die Gewerkschaft in Frankfurt mitteilte. Er gilt für die Standorte Rüsselsheim, Kaiserslautern, Dudenhofen und Eisenach, nicht aber für Bochum. Die IG-Metall-Mitglieder dort hatten das Papier, das 20 000 Arbeitsplätze bis Ende 2016 sichert, aus Sorge um eine Abwicklung des eigenen Werks abgelehnt.

Gewerkschafts-Chef Berthold Huber sagte, die IG Metall habe für Bochum entgegen den Schließungsplänen der US-Mutter GM über eine Standortsicherung bis Ende 2018 verhandelt. Nun macht es aber bereits Ende 2014 zu. Die Tarifkommission sei aber jederzeit eingebunden gewesen. Damit widersprach Huber dem Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel. Der warf Gewerkschaft und Gesamtbetriebsrat am Mittwoch vor, die Verhandlungen mit dem Management über die Köpfe der Bochumer Belegschaft und ihrer Vertreter hinweg geführt zu haben: „Es wurde so gut wie nie mit uns geredet.“ Solidarität stelle er sich anders vor.

Opel-Gesamtbetriebsrats-Chef Wolfgang Schäfer-Klug warf Einenkel vor, der Belegschaft Halbwahrheiten aufgetischt, und Verschwörungstheorien verbreitet zu haben. Ohne die Solidarität der anderen Standorte hätte es niemals Verhandlungen über die Zukunft des Standortes Bochum gegeben, sagte er. dpa

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