Wirtschaft : Sanofi-Chef muntert die Belegschaft auf Dehecq für moderaten Stellenabbau

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(shf/cn/HB/dpa). Der neue Pharmakonzern SanofiAventis soll nach den Vorstellungen von Vorstandschef Jean-François Dehecq über eine Neuordnung der Forschung und aggressives Marketing vorangebracht werden. Auf drastischen Personalabbau soll der Konzern nicht angewiesen sein, wenn die geplanten Kostenvorteile ausgeschöpft werden. „Es gibt sehr viele Möglichkeiten, die Kosten zu senken“, sagte Dehecq im Gespräch mit dem Handelsblatt. Unter anderem sollen die externen Kooperationen verringert werden. Der „Welt“ sagte er, als erste Maßnahme werde der Verkauf margenschwacher Aventis-Medikamente gestoppt.

Sanofi-Synthélabo hatte in der vergangenen Woche den Übernahmekampf gegen Novartis um den französisch-deutschen Konkurrenten Aventis gewonnen – allerdings erst, nachdem Sanofi den Preis um sieben Milliarden Euro auf mehr als 55 Milliarden Euro aufgestockt hatte. Die bisherigen Planungen seien aber dadurch nicht in Frage gestellt, fügte Dehecq hinzu. Man habe letztlich damit gerechnet. „Die 1,6 Milliarden Euro Synergien sind leicht zu schaffen.“

Gewerkschaften hatten befürchtet, dass die Fusion zu einem Arbeitsplatzabbau führen könnte. Dehecq müht sich, diese Debatte zu entschärfen: „Ich sage nicht, dass sich die Zahl der Stellen in verschiedenen Bereichen nicht verringern wird. Aber wer Synergien nur durch Kostensenkungen erreichen will, ist auf dem besten Wege, die Leute zu deprimieren.“

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