Wirtschaft : SAP AG: Softwarehersteller dämpft Gewinnspekulation

Der Softwarehersteller SAP AG hat einen Zeitungsbericht als Spekulation bezeichnet, wonach der Vorsteuergewinn des Konzerns in diesem Jahr um fast zwei Drittel zunehmen soll. Prompt legte der Kurs der SAP-Aktie am Montag an der Börse kräftig zu.

"Das ist eine der üblichen Spekulationen, die wir nicht kommentieren", sagte ein SAP-Sprecher. Er verwies nur auf die bisherige Prognose, wonach der Umsatz im ersten Halbjahr 2001 etwas stärker steigen solle als im Gesamtjahr 2000. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte SAP einen Umsatzzuwachs von 23 Prozent erzielt. Gleichzeitig solle die operative Rendite um ein bis zwei Prozentpunkte auf 15 bis 16 Prozent steigen.

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Die "Financial Times Deutschland" berichtete unter Berufung auf eine angebliche interne Finanzplanung des Konzerns, SAP erwarte für das laufende Jahr ein Plus beim Vorsteuergewinn von 62 Prozent. An der Börse legte die SAP-Vorzugsaktie am Montag kurz nach Handelsbeginn zwischenzeitlich von 152,75 Euro auf 157,30 Euro zu. Am späten Vormittag wurde die Aktie mit 155,25 Euro noch um 1,6 Prozent im Plus gehandelt. Händler sagten zu dem Kurszuwachs, Investoren begriffen allmählich, dass die Walldorfer Softwareschmiede nicht genauso hart getroffen werde wie Oracle.

Am Freitag hatte die SAP-Aktie im Zuge der Gewinnwarnung des US-Konkurrenten Oracle noch um rund sechs Prozent nachgegeben. Oracle hatte mitgeteilt, wegen der schwächeren US-Konjunktur die Erwartungen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres nicht erfüllen zu können. Oracle-Titel brachen um knapp 20 Prozent ein.

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