Wirtschaft : SAP: Der Softwarehersteller rückt enger mit IBM zusammen

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP AG strickt an einem weltweiten Netzwerk von Partnerschaften. Sein wohl wichtigstes Element: eine weitreichende Partnerschaft mit dem Computergiganten IBM. Sie wird am heutigen Mittwoch von SAP-Chef Hasso Plattner und IBM-Vize-Präsident Steve Mills auf der Kundenkonferenz in Orlando, Florida, bekannt gegeben.

IBM bestätigte entsprechende Pläne gestern gegenüber dem Handelsblatt. Danach wird die seit 20 Jahren existierende Kooperation im Bereich betriebsinterner Software auf die neuen E-Business-Produkte von SAP ausgeweitet. Einfach ausgedrückt, lizensieren sich beide Unternehmen gegenseitig als bevorzugte Lieferanten bei E-Business-Lösungen. Damit bietet IBM den Kunden ihrer Datenbank- und Internetsysteme "mySAP.com" als Software an.

SAP wiederum empfiehlt ihren Kunden die Systeme von IBM. "Wir zielen auf die Konkurrenten Oracle im Datenbankbereich sowie BEA Systems im Bereich Internet", erklärte Ferdinand Prezenski, Vertriebsmanager von IBM in Europa. IBM wird dabei vor allem mit der SAP Tochter SAP Portals zusammenarbeiten. Die Walldorfer betrachten das Geschäft mit Internetportalen offensichtlich als ein Schlüssel zum Erfolg im E-Business-Markt. Aber müssen die Walldorfer nach den hohen Investitionen nun belegen, dass sie auch Erfolg haben. Experten erwarten deshalb, dass SAP in Orlando erste größere Kunden bekannt geben wird. Gleichzeitig passt das Portal-Geschäft gut zur SAP-Strategie der so genannten "Workplace". Dabei bekommt der SAP-Anwender auf seinem Bildschirm aus dem komplexen SAP-Programm nur diejenigen Teile zu sehen, die er für seine Arbeit braucht.

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