SAP : Keine zusätzlichen Rückstellungen für Oracle-Verfahren

SAP-Chef Henning Kagermann hat sich optimistisch zu den bevorstehenden juristischen Auseinandersetzungen mit dem US-Konkurrenten Oracle geäußert.

Berlin"Unsere Position hat sich nicht verändert", sagte Kagermann dem Tagesspiegel. "Wir haben keine Industriespionage betrieben und Oracle ist kein nennenswerter Schaden entstanden."

SAP und Oracle treffen sich an diesem Dienstag vor Gericht in San Francisco zu einem Vorgespräch für den eigentlichen Prozess. Es geht um den Vorwurf von Oracle, SAP habe sich wiederholt Zugang zu einer Internetseite für die Kundenbetreuung von Oracle verschafft und unerlaubt Software heruntergeladen. Der Walldorfer Konzern will versuchen, den Industriespionage-Streit außergerichtlich beizulegen.

Auf die Frage, ob die zehn Millionen Euro ausreichen werden, die SAP an Rückstellungen für einen möglichen Prozess gebildet hat, sagte Kagermann dem Tagesspiegel: "Nach derzeitigem Stand, ja."

Mit Blick auf die seit Wochen geführte Diskussion um Online-Durchsuchungen in Deutschland warnte Kagermann davor, die Terrorbedrohung zu unterschätzen: "Ich würde empfehlen, die Gefahren ernster zu nehmen", sagte der SAP-Chef. "Ich persönlich, da spreche ich bewusst nicht als SAP-Chef, halte die potenziellen Bedrohungen für groß genug, dass ich meine Persönlichkeitsrechte ein wenig zurückstellen würde." Entscheidend sei die Kontrolle, um Missbrauch zu vermeiden. (Tsp)

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