Wirtschaft : „Sars belastet mehr als der Krieg“

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Die Luftfahrtbranche leidet zunehmend unter der Lungenkrankheit Sars. „Sars belastet die Branche inzwischen mehr als der IrakKrieg“, sagte der Sprecher der internationalen Luftfahrtorganisation Iata, William Gaillard, dem Tagesspiegel. Wegen der gefährlichen Lungenkrankheit wird die Branche nach Einschätzung der Iata einen zweistelligen Milliardenverlust einfliegen. „Im Moment würde ich die Verluste mit mehr als sechs Milliarden Dollar beziffern“, sagte Iata-Präsident Giovanni Bisignani am Montag in Genf. Diese Zahl beziehe sich aber allein auf internationale Flüge, hinzu kämen voraussichtlich Verluste in Höhe von vier Milliarden Dollar auf dem US-Markt für Inlandsflüge. Schon für die kommenden Monate sind laut Iata-Sprecher Gaillard wegen der Krankheit Buchungen storniert worden. „Der Flugverkehr in die betroffenen Gebiete in Asien ist im Moment um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen“, sagte Gaillard. Bei den meisten anderen Zielen habe der Verkehr aber im vergangenen Monat wegen des Kriegsendes wieder zugenommen.

Die Lufthansa beziffert ihre Einbußen wegen Sars auf 55 Millionen Euro wöchentlich. Ende April kündigte das Unternehmen an, weitere 15 Maschinen stilllegen zu wollen. Damit sind jetzt 70 Maschinen am Boden. Auch die niederländische KLM leidet unter Sars: die Auslastung ihrer Maschinen sei auch wegen der Epidemie von 80 auf 74 Prozent im April im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken, teilte KLM am Montag mit. fw

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