Wirtschaft : Sauber, aber teuer

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Zurzeit liegt der Anteil der erneuerbaren Energiequellen an der gesamten Stromerzeugung bei knapp zehn Prozent. Die Bundesregierung will den Anteil bis 2020 auf 20 Prozent steigern. Wegen der hohen Produktionskosten spielt Strom aus Sonnenenergie bisher nur eine untergeordnete Rolle. Gerade einmal 300 Millionen Kilowattstunden Strom kamen 2003 aus Solaranlagen. Wind und Wasser lieferten jeweils rund 20 Milliarden Kilowattstunden Strom. Doch nicht nur die Bundesregierung sieht die Photovoltaik, also die Stromgewinnung aus Sonnenenergie, als wichtige Zukunftstechnologie. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Solarstrom zur wichtigsten Energiequelle wird, wenn die Kohle und Ölreserven der Welt in einigen Jahrzehnten erschöpft sind. Schon jetzt sind sie eine vielversprechende Exporttechnologie: Denn Solarparks können im Prinzip unabhängig von einem Stromnetz betrieben werden. Das ist vor allem für Entwicklungsländer in sonnenreichen Regionen interessant, die so auch entfernt liegende Siedlungen mit Elektrizität versorgen können. Solaranlagen brauchen zudem wenig Wartung : So betreuen nur zwei Personen die neue Anlage in Espenhain. Allerdings haben Solaranlagen einen entscheidenden Nachteil: Scheint keine Sonne, fällt die Stromproduktion aus. Sie muss dann durch alternative Kraftwerke ersetzt werden. avi

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