Wirtschaft : Sauna

Der Preis bleibt dank großer Konkurrenz stabil

Bernd Hops

PREIS DER WOCHE

Wechselduschen am Morgen können einem schnell die Laune verderben. Und zur Steigerung der Abwehrkräfte Vitaminpillen oder Medikamente zu nehmen, ist auch nicht jedermanns Sache. Bleibt noch eine dritte Variante, um das Immunsystem auf Trab zu bringen: das Saunen. Hier kann man genüsslich die Seele baumeln lassen – und selbst in der kalten Jahreszeit in der finnischen Sauna bis zu 80 Grad Lufttemperatur genießen. Oder in der Dampfsauna etwas gegen die verstopften Atemwege tun.

Das Vergnügen ist bei Deutschen immer beliebter geworden. „Saunen liegt wegen des gewachsenen Gesundheitsbewusstseins im Trend“, sagt Axel Peters, der die „Sauna Mitte“ in Berlin betreibt. Zusammen mit der Nachfrage ist allerdings auch das Angebot stark ausgeweitet worden. Stadtbäder wurden zu Spaßbädern – inklusive Sauna. Große Thermen locken mit Lichtshows und Pop-Events. Fitnessstudios integrieren Saunas. „Immer mehr Kunden fragen uns vor Vertragsabschluss, ob wir eine Sauna haben“, heißt es bei der Fitnessstudio-Kette Elixia. Und die meisten Mitglieder würden das Angebot auch nutzen. Das setzt kleine Saunas wie die von Peters unter Druck. Vor der Euro-Umstellung kosteten hier zwei Stunden 15 Mark, nach der Umstellung acht Euro (etwa 15,65 Mark). „Gleichzeitig haben wir aber Rabatte auf den Normalpreis eingeführt“, sagt Peters. Er lebt vor allem von Stammkunden. Über die Jahre sei die Zahl der Gäste insgesamt zurückgegangen.

Dabei sind andere Anbieter teurer. Im Stadtbad Schöneberg müssen Saunafreunde als Normalpreis 13 Euro zahlen, dürfen dafür aber auch den Badebereich benutzen. Ähnlich konzipiert sind große Thermen, die zusätzlich Whirlpools oder Schwimmlandschaften bieten – zu Tagespreisen von 25 Euro. Eins haben alle Saunas in Deutschland gemeinsam: Geschwitzt wird nackt. Für Amerikaner oder Italiener undenkbar, bei Ihnen bleibt die Badehose an. Foto: Imago

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