SCANDLINES : Von der Staatsbahn zum Finanzinvestor

Im Jahr 1903 wurde die erste Bahn-Fähre zwischen Warnemünde bei Rostock

und dem dänischen Gedser eingerichtet und von der dänischen Staatsbahn betrieben. Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurden die von den beiden deutschen Eisenbahnen betriebenen Fähr-Dienste der Ostsee zusammengeführt. 1993 entstand die Deutsche Fährgesellschaft Ostsee (DFO). 1995 gliederte auch die dänische Staatsbahn ihre Fährreederei aus. 1998 schlossen sich beide Unternehmen zur Scandlines AG zusammen. Eigentümer blieben vorerst die staatseigene Deutsche Bahn AG und das Königreich Dänemark. Das Unternehmen expandierte stark – auch durch Übernahmen. 2007 verkauften die Eigentümer zunächst 80 Prozent der Anteile an die Finanzinvestoren 3i und Allianz Capital Partners so wie 20 Prozent an die Deutsche Seereederei aus Rostock, die ihren Anteil Ende Oktober 2010 aber an die Haupteigentümer verkaufte. Scandlines transportierte im Jahr 2010 rund 12,4 Millionen Passagiere sowie 2,8 Millionen Pkw und 800 000 Lkw und Anhänger und zählt damit zu einer der größten Reedereien Europas. kph

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