Scania-Übernahme : MAN gerät immer mehr in die Defensive

Die Fusion von Scania und MAN rückt zwar in greifbare Nähe, aber sie könnte anders laufen als geplant. Der schwedische Anteilseigner Investor zeigt sich aufgeschlossen, lehnt aber einen Führungsanspruch von MAN ab.

Stockholm - "Wir müssen hier aufpassen, dass Eins plus Eins nicht Eins wird", sagte Investor-Chef Börje Ekholm bei der Bilanzvorlage des zweitgrößten Anteilseigner bei Scania. Für eine Zusammenarbeit beider Unternehmen sei wichtig, dass man "in Ruhe und ohne Druck, in einem positiven Geist und mit offener Grundhaltung über brauchbare Lösungen miteinander spricht."

Ekholm wollte Berichte über ein Spitzengespräch seines Aufsichtsratschefs Jacob Wallenberg mit dem VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch sowie MAN-Aufsichtsratschef Ekkehard Schulz nicht bestätigen. Wie inoffiziell verlautete, wurden dabei Modelle für ein "freundliches" Zusammengehen unter Einschluss der Lastwagenproduktion von Volkswagen in Brasilien erörtert. Dabei sollen auch die aggressiven Äußerungen des aus Schweden stammenden MAN-Chefs Hakan Samuelsson und seines Kollegen und Landsmannes Leif Östling über den jeweils anderen eine Rolle gespielt haben. (tso/dpa)

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