Wirtschaft : Schärfere Kontrolle von Banken in USA und Deutschland

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Berlin - Die Finanzinstitute in Deutschland und den USA sollen besser reguliert werden. Dafür wollen die obersten Regulierungsbehörden enger kooperieren. Der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Jochen Sanio, und Christopher Cox, Chef der US-Finanzmarktaufsicht SEC, unterschrieben am Donnerstag eine entsprechende Absichtserklärung in Berlin. „SEC und Bafin haben sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass unsere Finanzplätze auch in Zeiten eines sich stetig wandelnden und zunehmend globalen Marktes offen, fair und transparent bleiben“, sagte Cox.

Beide Behörde wollen deshalb mehr Informationen austauschen, die sie von und über Finanzdienstleister erhalten. „Niemand hat das ganze Bild vom Marktgeschehen, das müssen wir versuchen zusammenzusetzen“, sagte Cox. Dabei habe man auch die Risiken, die durch Hedge-Fonds entstehen, im Auge, betonten Cox und Sanio. Hedge-Fonds operieren derzeit fast ohne Aufsicht.

SEC und Bafin arbeiten bereits seit Jahren eng zusammen. Jetzt gebe man sich klare Regeln „für die Kooperation in Zeiten der Globalisierung“, sagte Sanio. „Das macht die Aufsicht einfacher.“ SEC-Chef Cox sagte, in Zeiten des Internets könnten Betrüger über Grenzen hinweg operieren. Darauf müssten sich auch die Regulierer einstellen. Es könne nicht sein, dass kriminelle Aktivitäten einfach untergehen, weil niemand den Überblick habe. Die Vereinbarung sei deshalb ein Meilenstein, sagte Sanio. Auch wenn es sich dabei derzeit nur um eine bilaterale Angelegenheit zwischen Deutschland und den USA handele, seien sich aber beide Seiten im Klaren darüber, dass es in Zukunft auch um die Einbindung von weiteren Partnern und Finanzmärkten gehen müsse. hop

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