Wirtschaft : Scheitern der Fusion dementiert

Kommunen fürchten Steuerausfälle

BERLIN/HANNOVER (dpa).Niedersachsen geht unverändert davon aus, daß es zur Fusion der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) und der Bankgesellschaft Berlin kommen wird.Die Gespräche dauern an , sagte der Staatssekretär im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, Alfred Tacke, am Mittwoch.Er dementierte zugleich Berichte über eine angebliche Absage des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes an eine Fusion.Der Verband, insbesondere sein Vorstand, brächten eine sehr konstruktive Position in die Verhandlungen ein.In Berliner Senatskreisen hieß es ebenfalls, die Gespräche würden weitergehen.Informationen, daß die Fusion gescheitert sei und nur noch eine kleine Lösung aus Nord/LB und Berliner Bank ins Auge gefaßt werde, wurden in Hannover dementiert."Wir können das nicht bestätigen.Die Gespräche werden unverändert fortgesetzt", sagte Nord/LB-Sprecher Sonning Bredemaier.Die Bankgesellschaft äußerte sich ähnlich.Zweifel an der Fusion waren erneut aufgetaucht, nachdem eine Sitzung des Strategieausschusses verschoben worden war.Als Grund war noch weiterer Beratungsbedarf genannt worden.In Berlin heißt es, Niedersachsen habe noch kein in sich geschlossenes Konzept für die Fusion.Außerdem seien steuerrechtliche Probleme aufgetaucht.Die niedersächsischen Kommunen befürchteten nach der Fusion der Nord/LB niedrigere Gewerbesteuereinnahmen.

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