Wirtschaft : Schering erwartet mehr Gewinn

Pharmakonzern hebt Prognose für 2004 an

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Berlin Der Berliner Pharmakonzern Schering erwartet für das abgelaufene Jahr 2004 einen höheren Gewinn als bislang angenommen. Auf der Grundlage vorläufiger Zahlen geht das Unternehmen jetzt von einem Ergebnis je Aktie von rund 2,60 Euro statt wie bislang 2,35 Euro je Aktie aus. Das gab der Konzern am Donnerstag in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt. Als Grund nannte Schering ein deutlich besseres operatives Ergebnis, niedrigere Ertragssteuern und erste Erfolge aus dem laufenden Sparprogramm. Die vorläufigen Zahlen will das Unternehmen am 9. Februar veröffentlichen.

Die Börse reagierte auf die Mitteilung mit einem deutlichen Kurssprung: Die Schering-Aktie drehte am Nachmittag in einem schwachen Gesamtmarkt von einem Minus auf Plus 1,8 Prozent und ging mit 53,86 Euro als stärkster Dax-Wert aus dem Handel.

Nachdem im Jahr 2003 Umsatz und Gewinn nach sieben Rekordjahren in Folge erstmals zurückgegangen waren, hatte sich Schering im vergangenen Jahr ein Sparprogramm („Focus“) verordnet. Damit soll das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs gebracht werden. Ziel ist es, die operative Marge bis ins Jahr 2006 auf 18 Prozent zu steigern. Bereits im vergangenen Juni hatte Schering-Chef Hubertus Erlen angekündigt, dass weltweit etwa 2000 Stellen gestrichen werden. Bis Ende September wurden schon 600 Arbeitsplätze abgebaut, auch der Hauptstandort Berlin ist vom Stellenabbau betroffen.

Erlen sagte am Donnerstag, die Zahlen spiegelten erste Erfolge der Focus-Initiative wider. Die Kosten für Restrukturierungen seien in der nun angehobenen Prognose für 2004 bereits berücksichtigt. Finanzvorstand Jörg Spiekerkötter sieht das Unternehmen auf gutem Weg, bis zum Jahr 2006 die Zielmarge von 18 Prozent zu erreichen. pet

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