Wirtschaft : Schering: In Berlin keine Kündigungen

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Berlin Der Betriebsrat des Berliner Schering-Werkes ist zuversichtlich, dass bei dem geplanten Stellenabbau Entlassungen vermieden werden können. „Ich gehe davon aus, dass der Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen gehen müsste“, sagte Norbert Deutschmann, Betriebsratschef von Schering Berlin, den Tagesspiegel. Trotzdem sei die Stimmung gereizt. „Die Anspannung unter den Mitarbeitern ist groß“, so Deutschmann. Noch sei nicht klar, wen der Stellenabbau treffen könne und mit welchen Instrumenten er erfolgen werde. Zur Diskussion stünden Alterteilzeitregelungen und das Auslaufen von befristeten Verträgen. Der Betriebsratschef geht davon aus, dass bis Ende Dezember zumindest eine Einigung über die Instrumente erzielt wird. Ein Schering-Sprecher sagte nur, der Konzern hoffe, betriebsbedingte Kündigungen in Berlin auszuschließen.

Im Hauptwerk in Berlin-Wedding sollen in den nächsten Monaten 250 der gut 8000 Stellen abgebaut werden. Das Hauptwerk des Pharmakonzerns ist damit in einer besseren Situation als das Schering-Werk in Bergkamen (Nordrhein-Westfalen). Hier sollen bis 2006 700 von insgesamt 2200 Stellen abgebaut werden. Der Arbeitsplatzabbau ist Teil des Sparprogramms „Focus“, mit dem der Konzern seine Profitabilität steigern will.

Anders als für Berlin hat Schering für Bergkamen betriebsbedingte Kündigungen ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Die Verhandlungen sollen nach Angaben des dortigen Betriebsrates in der kommenden Woche beginnen. „Wir hoffen, bis Januar einen Beschäftigungspakt hinzubekommen“, sagte Johannes Heitbaum, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender. Die Erfolgsaussichten sind unklar. Heitbaum: „Alles ist im Fluss.“ pet

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