Wirtschaft : Schering stärkt Bayer

Bestseller-Medikamente legen kräftig zu

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Berlin - Für Bayer hat sich die Schering- Übernahme im ersten Quartal ausgezahlt. Die Schering-Mittel Betaferon gegen Multiple Sklerose und Yasmin zur Empfängnisverhütung trugen wesentlich zur guten Umsatz- und Ertragsentwicklung bei, mit der Bayer ins neue Jahr gestartet ist. Das geht aus den detaillierten Quartalszahlen hervor, die der Pharma- und Chemiekonzern am Dienstag vorgelegt hat.

Die wichtigsten Eckdaten hatte Bayer bereits vor zwei Wochen veröffentlicht. Danach war das um Sondereinflüsse bereinigte Betriebsergebnis um knapp ein Drittel auf zwei Milliarden Euro gestiegen. Den stärksten Zuwachs erzielte die Gesundheitssparte – das Ergebnis verdoppelte sich auf rund 950 Millionen Euro.

Seit der Schering- Übernahme im vergangenen Sommer ist die Pharmasparte wieder zur stärksten Säule des Bayer-Konzerns geworden. Sie trägt ein Drittel zum Konzernumsatz und zwei Drittel zum Umsatz der Gesundheitssparte bei.

Abgesehen von Betaferon und der ebenfalls mit Schering übernommenen Pille Yasmin entwickelte sich auch das Bayer-Medikament Nexavar im ersten Quartal positiv. Mit dem Krebsmittel setzte Bayer 47 Millionen Euro um und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Deutlich besser lief das Geschäft auch in der Pflanzenschutzsparte Crop Science.

An der Börse verlor das Bayer-Papier gestern trotzdem 2,2 Prozent. Analysten begründeten das mit dem schwachen Marktumfeld und Gewinnmitnahmen.

„Bayer ist gut dabei“, sagte Björn Wolber von Independent Research zu den Quartalszahlen. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte stehe das Unternehmen auch im Vergleich zur Konkurrenz gut da. „Im Ergebnis hat Bayer sehr von der Schering-Übernahme profitiert.“ In den nächsten Monaten stünde aber noch die „Riesenaufgabe der Integration“ des Berliner Unternehmens bevor. pet

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