Wirtschaft : Scheurle fordert früheren Start der neuen UMTS-Generation

Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Klaus-Dieter Scheurle, hat sich für einen vorzeitigen Start der neuen Mobilfunkgeneration UMTS ausgesprochen. Er würde es begrüßen, wenn die Kunden schon vor dem erwarteten UMTS-Beginn 2002 den neuen Standard nutzen könnten, sagte Scheurle dem Magazin "Focus". Er wies zugleich Kritik an dem Versteigerungs-Verfahren zurück, mit dem die Lizenzen im Sommer in Deutschland vergeben werden. In Großbritannien hätten die Unternehmen bei der UMTS-Auktion wohlüberlegte ökonomische Entscheidungen getroffen, sagte er. Dort hatten die Bewerber für fünf UMTS-Lizenzen zusammen genommen umgerechnet 75 Milliarden Mark bezahlt.

Bei der dritten, erstmals weltweit einheitlichen Mobilfunkgeneration UMTS geht es um die Zusammenführung von Mobilfunk und Internet. Mit der Vergabe der Lizenzen sollen insbesondere mobile Multimedia-Anwendungen ermöglicht werden - zum Beispiel der schnelle Zugang zum Internet, Bankgeschäfte aus der eigenen Wohnung oder Musik-, Bild- und Videoübertragungen. Kritiker bezeichnen das Auktionsverfahren als Hindernis für den Telekom-Markt. Den Versteigerungs-Erlös erhält der Staat.

Scheurle kündigte im "Focus" weiterhin an, den Wettbewerb im Ortsnetz beleben zu wollen. Seine Behörde werde noch in diesem Jahr prüfen, ob das bisher Getane ausreiche. "97 Prozent Marktanteil der Telekom ist kein Wettbewerb", sagte er mit Blick auf das Ortsnetz.

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