SCHICKSALSTAGE FÜR OPEL : GM entscheidet über die deutsche Tochter

FRITZ HENDERSON

Frederick A. Henderson ist in Detroit geboren, sein erstes Auto war ein 1969er Buick Skylark, und sein Vater war Buick-Verkaufsmanager: Mehr GM kann man wohl kaum im Blut haben. Bereits seit 1984 ist Henderson für GM tätig, seit gut fünf Monaten als Vorstandschef. Der 50-Jährige folgt auf Rick Wagoner, den die Obama-Regierung im Zuge der staatlichen Rettungsaktion absetzte.

Henderson hat einen Wirtschaftsabschluss von der renommierten Harvard-Universität. Seine Verantwortung bei GM weitete sich über die Jahre stetig aus. Er steuerte von Brasilien aus das Geschäft in Lateinamerika, von Singapur aus Asien und zwischen 2004 und 2006 von Zürich aus Europa. Aus dieser Zeit kennt er Opel bestens. Humor wird ihm nachgesagt – aber als Hardliner gilt er trotzdem.

Wer dem GM-Chef persönlich eine Nachricht zukommen lassen will, kann das auf einer eigenen Internetseite namens „Tell Fritz“ (Sag’ es Fritz) tun. „Die Firma muss schlanker und grüner werden und stärker geneigt sein, dem Durchschnittskäufer zuzuhören“, begründet er die direkte Ansprache dort. Das ist exakt das, wofür Henderson steht: ein schlankes, entschuldetes Unternehmen, das kleinere Fahrzeuge als früher herstellt und auch wieder eigene technische Akzente setzt, zum Beispiel beim Hybridantrieb.

www.tellfritz.org.

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