Schiffbau : Neue Chance für Wadan-Werften

Die insolventen Wadan-Werften bekommen trotz weltweiter Schiffbaukrise eine neue Chance. Der Gläubigerausschuss stimmte nach monatelanger Zitterpartie am Montag in Schwerin einstimmig dem Verkauf der Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde an den neuen russischen Investor Igor Jussufow zu

Schwerin -  Der ehemalige russische Energieminister Jussufow wird 40,5 Millionen Euro zahlen und knapp die Hälfte der zuletzt 2500 Schiffbauer weiter beschäftigen, sagte Insolvenzverwalter Marc Odeberecht. .

„Wir haben einen Investor, der für beide Standorte eine Perspektive als Werftstandorte bietet. Darüber bin ich sehr froh“, sagte Odeberecht nach der fünfstündigen Beratung mit Vertretern von Banken, Ministerien, Arbeitsagentur, Zulieferern und Belegschaft. Die Übernahme erfolge rückwirkend zum 15. August. Die Produktion werde mit der Abarbeitung alter Aufträge langsam wieder angefahren. Neue Aufträge für den Werftenverbund Nordic Yards sollen nach Angaben des neuen Besitzers vor allem aus Russland kommen. Dazu seien Joint Ventures mit russischen Großunternehmen geplant. „Es gibt auf beiden Seiten die Erwartung, dass wir von dieser strategischen Zusammenarbeit profitieren“, sagte der Sohn des Investors, Witali Jussufow.

Die Landesregierung Mecklenburg- Vorpommerns, die mit rund 35 Millionen Euro einer der größten Wadan-Gläubiger ist, hatte dem Übernahmekonzept am Mittag bereits zugestimmt und damit den Weg für den Verkauf frei gemacht. dpa

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