Wirtschaft : Schlappe für Gläubiger von Lehman

New York - Der umstrittene Notverkauf von Filetstücken der zusammengebrochenen US-Investmentbank Lehman Brothers an den britischen Rivalen Barclays war rechtens. „Der Verkaufsprozess mag nicht perfekt gewesen sein“, schrieb Richter James Peck in seinem am späten Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Urteil, „aber er ist immer noch zufriedenstellend gelaufen unter den außergewöhnlichen Umständen jener Zeit.“ Lehman Brothers war am 15. September 2008 in den Wirren der Finanzkrise untergegangen. Daraufhin verkaufte das damalige Management das nordamerikanische Kerngeschäft an Barclays. Richter Peck selbst billigte damals das Geschäft. Im Nachhinein sprach der Verwalter der Lehman-Überreste jedoch von Mauscheleien beim Verkauf und klagte. Er hielt Barclays vor, einen viel zu niedrigen Preis gezahlt zu haben. Vor dem Insolvenzgericht in Manhattan stritten sich die Parteien am Ende in einem monatelangen, komplexen Verfahren um satte 13 Milliarden Dollar. Das Geld wäre den Gläubigern von Lehman Brothers zugute gekommen. dpa

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