Wirtschaft : Schlecht beraten im Handyshop

Wer seinen Mobilfunkvertrag nicht ohnehin im Netz abschließt, sollte sich dort zumindest vor dem Besuch von Handyshops informieren. Denn online sind die Tarife mindestens zehn Prozent günstiger als im Laden, ergab eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in 30 Shops. Das Gros der Verkäufer behauptete jedoch, ihr Angebot sei mit dem Internetpreis identisch. In fünf Shops hieß es fälschlicherweise sogar, dass der Abschluss online teurer sei. Nicht ein Kundengespräch verlief ohne gravierende Mängel.

Die Tester stießen „überwiegend auf Inkompetenz und Verschwiegenheit“, kritisierten die Verbraucherschützer. So wies keiner der Verkäufer von selbst auf die Höhe der fälligen Anschlussgebühr bei Abschluss eines Vertrages hin – in der Stichprobe waren das immerhin zwischen 24 und 35 Euro. Gezielt darauf angesprochen bot aber plötzlich jeder zweite Verkäufer an, die Gebühr zu streichen – allerdings mit dem drängelnden Hinweis, der Verzicht gelte „nur heute“.

Grundsätzlich müssen Anbieter Zusatzkosten nennen, wenn sie vom Kunden danach gefragt werden. Andernfalls kann nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eine arglistige Täuschung vorliegen, die den Verbraucher zur Anfechtung des Vertrags berechtigt. Bei online abgeschlossenen Verträgen haben Verbraucher immer zwei Wochen Zeit, es sich anders zu überlegen und zurückzutreten. dpa

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