Wirtschaft : Schlechte Stimmung bei Berlins Wirtschaft

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Die Wirtschaft in Berlin steht nicht vor einem schnellen Aufschwung. Dies ergab eine Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Berlin, die am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz der IHK vorgestellt wurde. Das Geschäftsklima hat sich aus Sicht der IHK-Mitglieder, die am Montag zur Vollversammlung der Kammer erschienen waren, sogar im Vergleich zum Jahresanfang etwas verschlechtert. Gut jeder zweite Betrieb rechne mit einer schrumpfenden Belegschaft für das Jahr 2002, jeder dritte mit sinkenden Umsätzen.

IHK-Präsident Werner Gegenbauer forderte daher vom Berliner Senat grundlegende Reformen. Es müsse gespart werden. "Aber dabei darf er sich nicht nur auf das Zahlenwerk beschränken", forderte IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Hertz. "Die Ziele müssen realistisch sein." Berlin müsse sich überlegen, welche Aufgaben vom öffentlichen Dienst übernommen werden sollen. Seien die Pläne klar, bekomme man auch die Unterstützung der Gewerkschaften. Die größten Hemmnisse für potenzielle Investoren seien das Kompetenzwirrwarr bei der Verwaltung und die oft zu langen Bearbeitungszeiten für Anträge.

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