Wirtschaft : Schlechte Zahlen - gute Aussichten

Die Geschäftszahlen der Deutschen Telekom sind schlecht. Seit Wochen hatte der Konzern seine Aktionäre darauf vorbereitet. Ende Oktober gab es bereits die vorläufigen Zahlen. Und auch in Interviews nahm der Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick kein Blatt vor den Mund: In diesem Jahr wird der Konzern nach Steuern Verluste machen. Bis zum Jahresende werden es wohl weit über eine Milliarde Euro sein. Das ist aber nur die eine Hälfte der Wirklichkeit.

Auch wenn viele Anleger der notorisch postitiven Rhetorik des Telekom-Chefs Ron Sommer kaum noch glauben, es gibt eine ganze Reihe von guten Entwicklungen im Konzern. Vor allem die Mobilfunktochter T-Mobile ist offensichtlich auf einem guten Weg. Bisher belastet sie die Bilanz des Konzerns. Denn Milliarden mussten in die Infrastruktur investiert werden. Deren Finanzierung drückt die Telekom, die einen Schuldenberg von rund 65 Milliarden Euro angehäuft hat.

So rosig, wie Ron Sommer die Zukunft des Konzerns in der Vergangenheit gemalt hat, wird sie nicht werden. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie gut sein wird. Für Pessimismus besteht - vorerst - kein Anlass.

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