Wirtschaft : Schlechte Zeiten für den Brillenmarkt

MÜNCHEN (tmh).Die Optische Werke G.Rodenstock KG, München, läßt sich von der anhaltenden Branchenschwäche nicht aus der Fassung bringen.Auch in der laufenden Periode will die Firmengruppe ihre Marktanteile ausbauen und sich den negativen Tendenzen der Brillenmärkte vor allem in Deutschland entziehen, kündigte Konzernchef Randolf Rodenstock zur Bilanzvorlage in München an.Schon 1997 konnte der deutsche Marktführer seinen heimischen Marktanteil ausbauen.Die Inlandsumsätze gingen im Vorjahr zwar um vier Prozent zurück, räumte Rodenstock ein.Mit einem Minus von 14 Prozent bei Gläsern und einem Rückgang von 20 Prozent bei Fassungen erlebte die Branche jedoch den zweittiefsten Einbruch ihrer Geschichte.Schuld daran hätten auch die Reformen von Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer.Sein Konzern habe mit Restrukturierung und Marketing gegengesteuert und werde das auch 1998 fortsetzen, sagte der persönlich haftende Gesellschafter.Im Vorjahr wurden im Inland 168 Stellen gestrichen.Weltweit beschäftigte die Gruppe Ende 1997 noch 5.889 Mitarbeiter.Rodenstock hält für 1998 wie im Vorjahr ein etwa vierprozentiges Umsatzwachstum für möglich, obwohl eine Marktbelebung bislang ausbleibt.1997 stiegen die Konzernerlöse auf 894 Mill.DM.Auch der Jahresüberschuß soll in der laufenden Periode gesteigert werden.1997 wuchs dieser Wert von sechs auf 15 Mill.DM.Mittelfristig strebt Rodenstock eine Umsatzrendite nach Steuern von fünf Prozent an.

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