Wirtschaft : Schlechte Zeiten für GM und Ford Erneute Gewinnwarnung Hohe Überkapazitäten

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New York Für Ford und General Motors (GM) stehen die Warnzeichen auf Sturm. Ford ist jetzt GM mit einer drastischen Senkung seiner Gewinnprognose gefolgt. Für 2005 rechnet Ford wegen der schwierigen Lage auf dem Markt, den hohen Benzinpreisen, Krankenversicherungskosten sowie Rabatten nur noch mit 1,25 Dollar bis 1,50 Dollar Gewinn je Aktie nach bisher 1,75 Dollar bis 1,95 Dollar. GM hatte seine Gewinnprognose für 2005 auf ein bis zwei Dollar je Aktie gesenkt nach bisherigen Erwartungen von vier bis fünf Dollar. Der GM- und der Ford-Absatz schrumpfen in den USA. Vor allem die asiatischen Autohersteller Toyota, Nissan und Hyundai nehmen ihnen Marktanteile ab. Die Europäer führen bei Luxuswagen. Bei GM kommen die Probleme bei Opel und Saab und bei Ford rote Zahlen bei Jaguar hinzu.

Ford und GM haben riesige US-Überkapazitäten. Werksschließungen sind schwierig, da man freigesetzte Arbeiter im Rahmen der Tarifverträge weiter bezahlen muss. Die asiatischen und europäischen Autohersteller bauen ständig neue US-Fabriken oder erweitern existierende Werke. Die ausländischen Autofirmen sind auch nicht mit den gewaltigen „Altlasten“ in Form hoher Renten und Krankenkassenzahlungen für hunderttausende ehemalige Mitarbeiter belastet.

Die Rabattschlachten, die GM nach den Terroranschlägen vom September 2001 eingeleitet hatte, um die eigenen Fabriken unter Volldampf zu halten, schienen einst die ideale Lösung. Doch inzwischen haben sich die Amerikaner so an Rabatte von 3000 bis 4000 Dollar je Auto gewöhnt, dass sie ohne diese Verkaufshilfen noch weniger Autos kaufen würden. Ford und GM verdienen mit Autos überhaupt kein Geld mehr, sondern die mageren Gewinne kommen ausschließlich von den Finanztöchtern. dpa

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